Weihnachtspyramiden
Besonders kunstvoll sind die Weihnachtspyramiden des Erzgebirges.
Die aus Holz hergestellten Pyramiden sind ein Bestandteil der erzgebirgischen Holzkunst und waren und sind das Symbol in der Weihnachtszeit. Im 18. Jahrhundert waren Weihnachtspyramiden wohl die bekanntesten Lichtergestelle des Erzgebirges. Die ursprüngliche Form war schlicht und erinnerte an einen Baum.
Die Flügelpyramiden sind holzgeschnitzte Kunstwerke und werden mit christlichen, aber auch weltlichen Motiven angefertigt. Sie bestehen meist aus vier bis fünf Grundplatten. Jede Grundplatte ist ein karussellartiges Gebilde. Auf die Grundplatte können Kerzen gesteckt werden. Oben an der Spitze der Pyramide sitzt ein Flügelrad. Das Flügelrad ist durch einen Stab mit dem unteren Teil der Pyramide verbunden. Auf diesem unteren Kreis und auf jeder Etage (Teller) der Pyramide werden reihum Kerzen gesteckt. Zündet man diese Kerzen an, steigt die Wärme der Kerzen nach oben und bringt das Flügelrad in Bewegung. Durch diesen Vorgang setzt sich die gesamte Pyramide langsam in Schwung und dreht sich rundherum. Die Pyramidenteller werden kunstvoll mit Figuren ausgeschmückt.